Pressemitteilung

Stuttgart,, 25.02.2021. Aus Anlass der bevorstehenden Landtagswahl am 14.03.2021 veranstaltete am 23.02.2021 das Zentrum selbstbestimmt Leben e.V., Stuttgart eine Online-Podiumsdiskussion mit fünf Kandidat*innen des Wahlkreises Stuttgart 1.

Dabei wurden behindertenpolitische Themen diskutiert, die aktuell im Land von Interesse sind. Die Kandidat*innen vertraten dabei sehr engagiert ihre jeweiligen Positionen zu den einzelnen Sachthemen.

Schwerpunktmäßig wurde über folgende Themenbereiche gesprochen: Erfahrungen im Umgang mit Menschen mit Behinderung und zu inklusiven Begegnungen, die konkrete Umsetzung des Bundes-Teilhabegesetzes in verschiedenen Bereichen sowie die Problematik der Priorisierung bei den Corona-Impfungen und der Möglichkeit, hierzu Nachbesserungen zu fordern und zu ermöglichen.

Auch die zuhörenden Teilnehmer der ca. 90-minütigen Online-Veranstaltung und stellten Fragen an die Podiumsteilnehmer*innen.

Eine Aufzeichnung der Veranstaltung kann unter folgendem Link angesehen werden:

Auch wenn nicht alle der vorgesehenen Themen ausführlich behandelt werden konnten, freuen sich die Mitarbeiter*innen des Zentrums selbstbestimmt Leben über eine sehr interessante und aufschlussreiche Diskussionsrunde.

V.i.S.d.P. Friedrich Müller

„Arbeit für Alle?! Wege auf den inklusiven Arbeitsmarkt.“

Veranstaltungshinweis
Online Fachgespräch via Zoom:
Arbeit für Alle?! Wege auf den inklusiven Arbeitsmarkt.“

Wann: Mittwoch, den 17.2.2021 von 9.30 – 13.30 Uhr

Schwerpunktthemen der Veranstaltung sind „Budget für Arbeit“ – „Arbeit Inklusiv“. Es sollen gangbare Wege aufgezeigt werden, neue Ideen gesucht, Anstöße gesetzt sowie gelungene Beispiele aus der Praxis vorgestellt werden.

Eingeladen sind:

  • Menschen, die in Werkstätten für Menschen mit Behinderung arbeiten
  • Schulabgänger*innen aus Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren sowie deren Eltern und Lehrer*innen
  • Menschen, die bereits eine Theorie geminderte Ausbildung abgeschlossen haben
  • Menschen aus Politik und Gesellschaft
  • Menschen, die mit oder ohne Behinderung leben und deren Angehörige
  • Menschen aus Beratungsstellen

Als Referent*innen und Podiumsteilnehmer*innen haben zugesagt:

  • Frau Gisela Link, Teamleiterin Integrationsfachdienst Stuttgart
  • Herr Martin Bothner, Vertreter des Sachgebietes Recht und Qualitätssicherung, Abteilung Rehabilitation und Teilhabe für Menschen mit Behinderung, Sozialamt Landeshauptstadt Stuttgart
  • Frau Bettina Süßmilch, Kommunalverband Jugend und Soziales, Referat Teilhabe am Arbeitsleben
  • Herr Achim Ciolek, Geschäftsführung Hamburger Arbeitsassistenz
  • Frau Stephanie Aeffner, Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderung
  • Frau Julia Leu, Teamleitung Jobcoaches, bhz Stuttgart e.V.

Kandidat*innen zur Oberbürgermeister-Wahl in Stuttgart und ihre Antworten zum Fragenkatalog des ABS-ZsL

Das ZsL Stuttgart hat den aussichtsreichsten Kandidat*innen für die Oberbürgermeister-Wahl (Kaufmann, Kienzle, Körner, Nopper, Rockenbauch, Schertlen, Schreier und Völker) einen Fragenkatalog zugesandt.
Wie die Kandidat*innen geantwortet haben erfahren sie hier:
zsl-stuttgart.de/ob-wahl

Nachtrag vom 29.10.2020:
Den Mitschnitt unserer Online-Diskussion mit den OB-Kandidat*innen gibt es hier:
https://youtu.be/uO4P0sDvYxY

ABS ZsL Sommerfest 2020 entfällt

Corona-bedingt finden zur Zeit keine Veranstaltungen statt. Das betrifft auch unser ABS ZsL Sommerfest 2020, das dieses Jahr entfällt.

Das Bild zeigt einen Ausblick auf den Feuersee bei Sonnenschein im Sommer.
Das Foto zeigt den Blick auf den Feuersee im Sommer Bild: Fabian Stanco

Wir wünschen einen schönen Sommer und freuen uns auf das nächste Sommerfest.

Ihr Team des ABS, ZsL & EUTB

Aufzug an der Haltestelle „Feuersee“ defekt

Der Aufzug am Feuersee von der Zwischen- zur Straßenebene ist defekt. Das erschwert auch den Weg zu uns in die Beratungsstelle. Der zuständige 3S-Aufzugsservice ist bereits informiert.

Bitte kontaktieren Sie uns, auch aufgrund der Corona-Krise, zunächst telefonisch unter 0711/ 7801858.

Bei Problemen mit allen Aufzügen an den Haltestellen des öffentlichen Personen-Nahverkehrs in Stuttgart informieren Sie bitte telefonisch den 3S-Aufzugsservice unter 0711 / 20921055.

Teilhabe in Corona-Zeiten: Video-Konferenzen online abrufbar

In Zeiten von Corona werden Menschen mit psychischer Behinderung nicht ambulant betreut, Kinder mit Behinderungen sind seit Wochen ohne Therapien und Schule, Menschen in Heimen dürfen ihre Zimmer nicht verlassen, dringende Anträge für Unterstützungsleistungen werden verschleppt, da die Mitarbeiter*innen der Ämter im Homeoffice sind.

Es stellt sich die Frage, wie wollen wir leben? Was bedeutet für uns, in Würde zu leben? Wie kann die Würde aller Menschen gewahrt und mit dem Recht auf Leben vereinbart werden?

Es sind ethische, rechtliche und gesellschaftliche Fragen, die sich sicher nicht mit einem richtig oder falsch beantworten lassen.

Aber sie müssen diskutiert werden!

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat mit seiner Rede zur Suche nach dem richtigen Maß in der Corona-Krise eine wichtige Diskussion angestoßen. Die Frage, ob der Schutz von Leben zurücktreten muss, um andere Grundrechte nicht einzuschränken, steht dabei im Mittelpunkt.

 „Wir müssen wieder stärker diskutieren, wie unsere Grundrechte gesichert und paternalistische Schutzkonzepte eingeschränkt werden können.“

Horst Frehe in seinem Diskussionsbeitrag in den kobinet-Nachrichten

Horst Frehe vom Forum behinderter Jurist*innen (FbJJ) hat dies aufgegriffen und sich mit einigen Grundrechten beschäftigt und einen Diskussionsbeitrag in den Kobinet-Nachrichten geliefert.

Video-Konferenzen online abrufbar

Diese Diskussion haben wir vom Zentrum Selbstbestimmt Leben in Stuttgart und Horst Frehe vom Forum behinderter Jurist*innen mit Ihnen und Euch geführt. Sie sind unter folgenden Links nachträglich online abrufbar:

Die kobinet-Nachrichten berichten außerdem darüber.

Beratungen virtuell & persönlich möglich

Sehr geehrte Damen und Herren,

Liebe Ratsuchende,

Liebe Klient*innen,

Die Corona-Krise fordert uns alle heraus und bedeutet für uns Berater*innen, dass wir Ihre und unsere Gesundheit schützen wollen und die erforderlichen Hygiene-Vorschriften einhalten.

Zur Zeit lockern sich die Auflagen, das heißt: Wir passen unsere Beratungen entsprechend an.

Dies bedeutet, dass wir für Sie -wie immer- per Telefon und über Mail erreichbar sind.

unter der Rufnummer 0711-7801858, nach Absprache auch per Videokonferenz

In der Regel ist immer ein*e Berater*in in der Beratungsstelle telefonisch erreichbar. Wir Berater*innen sind im engen Austausch, informieren uns gegenseitig und leiten die Anfragen entsprechend weiter.

Sollten Sie uns nicht erreichen, bitte hinterlassen Sie eine Nachricht – wir rufen schnellstmöglich zurück.  Alle Mitarbeiter*innen sind über ihre persönlichen E-Mail-Adressen oder unter info@zsl-stuttgart.de für Sie erreichbar.

Gerne begrüßen wir Sie -unter Einhaltung der Hygiene-Schutzmaßnahmen und nach Absprache- wieder in unserer Beratungsstelle.

Weitere Informationen zur ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung bei uns finden Sie unter diesem Link oder unter stuttgart.eutb.de/zsl

Wichtig ist uns, dass Sie sich nicht alleine gelassen fühlen. Wir unterstützen Sie gerne! Dafür werden wir neue Wege ausprobieren.

Für strukturelle Beratungen, für Behörden, Institutionen und alle weiteren Einrichtungen sind wir selbstverständlich ansprechbar. Auch Sie bitten wir um eine Nachricht. Wir melden uns bei Ihnen zurück.

Veranstaltungen werden vorerst nicht stattfinden. Wir sind dabei neue Wege zu finden, diese auf eine andere Art, wie per Videokonferenz o.ä., durchzuführen. Zwei Diskussionsrunden zum Thema: „Teilhabe in Corona-Zeiten“ haben wir bereits online geführt. Diese können hier nachträglich angesehen und angehört werden. Über weitere Ideen und Veranstaltungen informieren wir regelmäßig auf der Webseite im Bereich Aktuelles oder auf unserer Facebook-Seite.

Wir wünschen Ihnen viel Gesundheit und alles Gute.
Wir freuen uns, von Ihnen zu hören.

Ihr ZsL und EUTB-Team

ABS – Zentrum selbstbestimmt Leben e.V. trauert um Friedrich Zirm

Am 3. Februar 2020 verstarb unerwartet unser langjähriges Mitglied Friedrich Zirm. Der bekannte Mund- und Zungenmaler, der einen Großteil seines Lebens in Stuttgart verbrachte, war seit 2002 aktives Mitglied und unterstützte aktiv die Gründung des Zentrums Selbstbestimmt Leben unter dem Dach des Vereins.

„Wenn der Körper nicht mehr laufen kann, muss die Seele laufen lernen.“

Friedrich Zirm, Mund- und Zungenmaler, *1963-2020

Friedrich Zirm wurde am 5. Oktober 1963 in Heidenheim geboren und studierte an der Freien Kunsthochschule Nürtingen und anschließend von 1989-1997 an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Zunächst malte und zeichnete er mit dem Mund, er der von Geburt an spastisch gelähmt war und im Rollstuhl saß, drückte es mit seinen Worten so aus: “ Wenn der Körper nicht mehr laufen kann, muss die Seele laufen lernen.“ Betrachtet man seine Bilder, kann man dies durchaus nachempfinden. Friedrich begriff seine Behinderung nicht als Handicap, sie war vielmehr Teil seines Lebens und seines künstlerischen Wirkens, was er auch in vielen seiner Werke zum Ausdruck brachte und damit auch in die Gesellschaft hineinwirken wollte, was ihn durch seine zahlreichen Ausstellungen und Aktionen auch gelang. Erinnert sei hier nur an seine langjährige Zusammenarbeit mit der Drogeriemarktkette dm und deren Gründer Götz Werner.

Eine seiner Ausstellungen in Stuttgart trug den Titel “ Ich bin Kulturarbeiter und Inklusionstäter“. Nichts kann die Intention von Friedrich als Künstler besser umschreiben als dieser Satz. Damit ist auch die Brücke zum Zentrum selbstbestimmt Leben in Stuttgart hergestellt, in dessen Räumen einige Zeit auch Werke, insbesondere Zeichnungen von ihm ausgestellt waren.

Friedrich Zirms Werke sind oft in ihrem Ausdruck radikal und provokativ. Ich persönlich erinnere mich noch gut an den Stand unseres Vereins auf der Landesgartenschau in Ostfildern im Jahr 2002. Dort hatte Friedrich eine Skulptur mithilfe seiner Assistenten erschaffen, die einen nackten Mann in eindeutiger sexueller Position im Rollstuhl darstellte. Dies unterstreicht die radikal-inklusive Position des Künstlers, die wohl sein ganzes Leben prägte. In seinen letzten Lebensjahren spielte gerade der Rollstuhl in seinem künstlerischen Schaffen eine herausragende Rolle. Zuletzt ließ er sich einen sogenannten Malroboter konstruieren, der an einen Elektrorollstuhl erinnert und mit dessen Hilfe er mit dem Mund mit Unterstützung seiner Assistenten auch großflächig zeichnen und malen konnte. Eindrückliche Beispiele von Friedrich Zirms künstlerischem Wirken finden sich auf seiner Webseite.

Auch wenn er sich in letzter Zeit wohl auch aufgrund gesundheitlicher Probleme und stärkerer Beanspruchung vom Vereinsleben und den Aktivitäten des ZsL Stuttgart etwas zurückzog, so bleibt uns Friedrich Zirm als aktives Mitglied und als wunderbarer Mensch in Erinnerung, der uns für die Arbeit als Impulsgeber und Vorbild dienen konnte.

In stillem Gedenken nehmen wir Abschied von einem Freund und langjährigen Wegbegleiter.

Die Trauerfeier und Beisetzung findet am 21. Februar 2020 um 10:00 Uhr auf dem Pragfriedhof in Stuttgart statt.

Stellvertretend für die Mitglieder des ABS ZSL e.V

Friedrich Müller               Ulla Kenntner, 1. Vorsitzende ABS ZSL e.V.