Aufzug an der Haltestelle „Feuersee“ defekt

Der Aufzug am Feuersee von der Zwischen- zur Straßenebene ist defekt. Das erschwert auch den Weg zu uns in die Beratungsstelle. Der zuständige 3S-Aufzugsservice ist bereits informiert.

Bitte kontaktieren Sie uns, auch aufgrund der Corona-Krise, zunächst telefonisch unter 0711/ 7801858.

Bei Problemen mit allen Aufzügen an den Haltestellen des öffentlichen Personen-Nahverkehrs in Stuttgart informieren Sie bitte telefonisch den 3S-Aufzugsservice unter 0711 / 20921055.

Teilhabe in Corona-Zeiten: Video-Konferenzen online abrufbar

In Zeiten von Corona werden Menschen mit psychischer Behinderung nicht ambulant betreut, Kinder mit Behinderungen sind seit Wochen ohne Therapien und Schule, Menschen in Heimen dürfen ihre Zimmer nicht verlassen, dringende Anträge für Unterstützungsleistungen werden verschleppt, da die Mitarbeiter*innen der Ämter im Homeoffice sind.

Es stellt sich die Frage, wie wollen wir leben? Was bedeutet für uns, in Würde zu leben? Wie kann die Würde aller Menschen gewahrt und mit dem Recht auf Leben vereinbart werden?

Es sind ethische, rechtliche und gesellschaftliche Fragen, die sich sicher nicht mit einem richtig oder falsch beantworten lassen.

Aber sie müssen diskutiert werden!

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat mit seiner Rede zur Suche nach dem richtigen Maß in der Corona-Krise eine wichtige Diskussion angestoßen. Die Frage, ob der Schutz von Leben zurücktreten muss, um andere Grundrechte nicht einzuschränken, steht dabei im Mittelpunkt.

 „Wir müssen wieder stärker diskutieren, wie unsere Grundrechte gesichert und paternalistische Schutzkonzepte eingeschränkt werden können.“

Horst Frehe in seinem Diskussionsbeitrag in den kobinet-Nachrichten

Horst Frehe vom Forum behinderter Jurist*innen (FbJJ) hat dies aufgegriffen und sich mit einigen Grundrechten beschäftigt und einen Diskussionsbeitrag in den Kobinet-Nachrichten geliefert.

Video-Konferenzen online abrufbar

Diese Diskussion haben wir vom Zentrum Selbstbestimmt Leben in Stuttgart und Horst Frehe vom Forum behinderter Jurist*innen mit Ihnen und Euch geführt. Sie sind unter folgenden Links nachträglich online abrufbar:

Die kobinet-Nachrichten berichten außerdem darüber.

Beratungen virtuell & persönlich möglich

Sehr geehrte Damen und Herren,

Liebe Ratsuchende,

Liebe Klient*innen,

Die Corona-Krise fordert uns alle heraus und bedeutet für uns Berater*innen, dass wir Ihre und unsere Gesundheit schützen wollen und die erforderlichen Hygiene-Vorschriften einhalten.

Zur Zeit lockern sich die Auflagen, das heißt: Wir passen unsere Beratungen entsprechend an.

Dies bedeutet, dass wir für Sie -wie immer- per Telefon und über Mail erreichbar sind.

unter der Rufnummer 0711-7801858, nach Absprache auch per Videokonferenz

In der Regel ist immer ein*e Berater*in in der Beratungsstelle telefonisch erreichbar. Wir Berater*innen sind im engen Austausch, informieren uns gegenseitig und leiten die Anfragen entsprechend weiter.

Sollten Sie uns nicht erreichen, bitte hinterlassen Sie eine Nachricht – wir rufen schnellstmöglich zurück.  Alle Mitarbeiter*innen sind über ihre persönlichen E-Mail-Adressen oder unter info@zsl-stuttgart.de für Sie erreichbar.

Gerne begrüßen wir Sie -unter Einhaltung der Hygiene-Schutzmaßnahmen und nach Absprache- wieder in unserer Beratungsstelle.

Weitere Informationen zur ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung bei uns finden Sie unter diesem Link oder unter stuttgart.eutb.de/zsl

Wichtig ist uns, dass Sie sich nicht alleine gelassen fühlen. Wir unterstützen Sie gerne! Dafür werden wir neue Wege ausprobieren.

Für strukturelle Beratungen, für Behörden, Institutionen und alle weiteren Einrichtungen sind wir selbstverständlich ansprechbar. Auch Sie bitten wir um eine Nachricht. Wir melden uns bei Ihnen zurück.

Veranstaltungen werden vorerst nicht stattfinden. Wir sind dabei neue Wege zu finden, diese auf eine andere Art, wie per Videokonferenz o.ä., durchzuführen. Zwei Diskussionsrunden zum Thema: „Teilhabe in Corona-Zeiten“ haben wir bereits online geführt. Diese können hier nachträglich angesehen und angehört werden. Über weitere Ideen und Veranstaltungen informieren wir regelmäßig auf der Webseite im Bereich Aktuelles oder auf unserer Facebook-Seite.

Wir wünschen Ihnen viel Gesundheit und alles Gute.
Wir freuen uns, von Ihnen zu hören.

Ihr ZsL und EUTB-Team

Spielenachmittag & Stammtisch entfallen bis auf weiteres

Aufgrund der aktuellen virenbedingten Lage und der Maßgaben von Gesundheitsamt und Gesundheitsministerium entfallen bis auf weiteres der Stammtisch und der Spielenachmittag.

Sobald sich diesbezüglich etwas ändert, werden wir euch an dieser Stelle informieren.

Passt auf Euch auf und bleibt gesund!

ABS – Zentrum selbstbestimmt Leben e.V. trauert um Friedrich Zirm

Am 3. Februar 2020 verstarb unerwartet unser langjähriges Mitglied Friedrich Zirm. Der bekannte Mund- und Zungenmaler, der einen Großteil seines Lebens in Stuttgart verbrachte, war seit 2002 aktives Mitglied und unterstützte aktiv die Gründung des Zentrums Selbstbestimmt Leben unter dem Dach des Vereins.

„Wenn der Körper nicht mehr laufen kann, muss die Seele laufen lernen.“

Friedrich Zirm, Mund- und Zungenmaler, *1963-2020

Friedrich Zirm wurde am 5. Oktober 1963 in Heidenheim geboren und studierte an der Freien Kunsthochschule Nürtingen und anschließend von 1989-1997 an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Zunächst malte und zeichnete er mit dem Mund, er der von Geburt an spastisch gelähmt war und im Rollstuhl saß, drückte es mit seinen Worten so aus: “ Wenn der Körper nicht mehr laufen kann, muss die Seele laufen lernen.“ Betrachtet man seine Bilder, kann man dies durchaus nachempfinden. Friedrich begriff seine Behinderung nicht als Handicap, sie war vielmehr Teil seines Lebens und seines künstlerischen Wirkens, was er auch in vielen seiner Werke zum Ausdruck brachte und damit auch in die Gesellschaft hineinwirken wollte, was ihn durch seine zahlreichen Ausstellungen und Aktionen auch gelang. Erinnert sei hier nur an seine langjährige Zusammenarbeit mit der Drogeriemarktkette dm und deren Gründer Götz Werner.

Eine seiner Ausstellungen in Stuttgart trug den Titel “ Ich bin Kulturarbeiter und Inklusionstäter“. Nichts kann die Intention von Friedrich als Künstler besser umschreiben als dieser Satz. Damit ist auch die Brücke zum Zentrum selbstbestimmt Leben in Stuttgart hergestellt, in dessen Räumen einige Zeit auch Werke, insbesondere Zeichnungen von ihm ausgestellt waren.

Friedrich Zirms Werke sind oft in ihrem Ausdruck radikal und provokativ. Ich persönlich erinnere mich noch gut an den Stand unseres Vereins auf der Landesgartenschau in Ostfildern im Jahr 2002. Dort hatte Friedrich eine Skulptur mithilfe seiner Assistenten erschaffen, die einen nackten Mann in eindeutiger sexueller Position im Rollstuhl darstellte. Dies unterstreicht die radikal-inklusive Position des Künstlers, die wohl sein ganzes Leben prägte. In seinen letzten Lebensjahren spielte gerade der Rollstuhl in seinem künstlerischen Schaffen eine herausragende Rolle. Zuletzt ließ er sich einen sogenannten Malroboter konstruieren, der an einen Elektrorollstuhl erinnert und mit dessen Hilfe er mit dem Mund mit Unterstützung seiner Assistenten auch großflächig zeichnen und malen konnte. Eindrückliche Beispiele von Friedrich Zirms künstlerischem Wirken finden sich auf seiner Webseite.

Auch wenn er sich in letzter Zeit wohl auch aufgrund gesundheitlicher Probleme und stärkerer Beanspruchung vom Vereinsleben und den Aktivitäten des ZsL Stuttgart etwas zurückzog, so bleibt uns Friedrich Zirm als aktives Mitglied und als wunderbarer Mensch in Erinnerung, der uns für die Arbeit als Impulsgeber und Vorbild dienen konnte.

In stillem Gedenken nehmen wir Abschied von einem Freund und langjährigen Wegbegleiter.

Die Trauerfeier und Beisetzung findet am 21. Februar 2020 um 10:00 Uhr auf dem Pragfriedhof in Stuttgart statt.

Stellvertretend für die Mitglieder des ABS ZSL e.V

Friedrich Müller               Ulla Kenntner, 1. Vorsitzende ABS ZSL e.V.

Goldener Rollstuhl 2020 vom ABS Zentrum selbstbestimmt Leben verliehen

Stuttgart. Der goldene Rollstuhl 2020 ist im Rahmen der Messe Caravan, Motor und Tourismus (CMT) am 16 Januar verliehen worden. Das Zentrum selbstbestimmt Leben (ZsL) Stuttgart ist eine Beratungsstelle von Menschen mit Behinderungen für Menschen mit Behinderungen und  zeichnet jedes Jahr barrierefreie Reiseanbieter mit diesem Preis aus.

In vier Kategorien konnten sich die Gewinner 2020 auf eine Auszeichnung freuen:

Logo des goldenen Rollstuhls 2020
  • für den Bereich Reisebroschüren und Online-Reiseführer:

Reisemagazin: „Meine Reisewelt“: Julia Marmulla

„Ein besonderes Highlight dieses Reisemagazins ist der sogenannte Speech Code, mit dem sich blinde und sehbehinderte Menschen eine spezielle audio-online-Version des Magazins herunterladen können“, begründet Friedrich Müller vom ZsL Stuttgart die Auszeichnung.

für den Bereich Reiseveranstalter, Reisebüros und Reiseportale

Reiseservice Henser GmbH

Der Reiseservice Henser seit 1998 Gruppenreisen für Jugendliche und Menschen mit Handicap an. Dabei kommt den Betreibern ihre langjährige Erfahrung in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung insbesondere mit Rollstuhlfahrern und Menschen mit Lernschwierigkeiten zugute. Ein Team von 10 Mitarbeitern unterstützt bei der Reiseplanung, ob es nach Griechenland, Schweden oder in eines von den anderen 100 europaweiten Gruppenhäuser geht.

für den Bereich Kultur & Freizeit:

Pfälzer „Feste für Alle“

Christian Bohr, Projektleiter Barrierefreier Tourismus des Verbandes Südliche Weinstraße e.V. hat im Jahr 2017 das Projekt “Pfälzer Feste für Alle“ ins Leben gerufen, mit der der Barrierefreie Tourismus in dieser europäischen Modellregion nachhaltig gefördert werden soll. Durch die Verknüpfung mit den anderen Online-Angeboten des Tourismusverbandes, werden die interessierten Nutzer an das für sie passende Angebot herangeführt, indem sie die entsprechenden Informationen zu den Kultur- und Freizeitangeboten mit den Informationen zur Barrierefreiheit verknüpfen können. Dieses noch nicht abgeschlossene Projekt hat in seiner Ausgestaltung Vorbildcharakter auch  für andere Regionen und wird aus diesem Grund mit dem Goldenen Rollstuhl ausgezeichnet.

für den Bereich Hotels und Unterkünfte

Inklusionshotel Philippus in Leipzig

Das Philippus ist das erste Inklusionshotel in Leipzig und ist in den denkmalgeschützten Gebäudekomplex rund um die Philippuskirche integriert. Dieses Beispiel zeigt, dass Barrierefreiheit und Denkmalschutz kein Gegensatz sein müssen. Rezeption und Veranstaltungsräume verfügen über eine Induktionsschleife für schwerhörige Besucher, die Rezeption ist zudem für Rollstuhlfahrer durch eine Absenkung auf Augenhöhe erreichbar. Dies alles sind Standards, die gerade für blinde und sehbehinderte und auch für gehörlose Menschen in anderen Hotels und Unterkünften noch lange nicht selbstverständlich sind, auch nicht in solchen, die sich ansonsten der Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderung verschrieben haben. Gerade aus diesem Grund verleihen wir heute den Goldenen Rollstuhl in dieser Kategorie an das vorbildliche Inklusionshotel, in welchem zudem 40 % der Mitarbeiter Menschen mit Behinderung sind.

Herzlichen Glückwunsch vom ZsL-Team an alle Preisträger

Information für Reiseanbieter

Sie haben ein barrierefreies Reiseangebot und möchten auf unserem Messestand nächstes Jahr Ihr Prospektmaterial auslegen lassen? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf und wir erstellen für Sie ein entsprechendes Angebot. reisen@zsl-stuttgart.de Ansprechpartner: Peter Epp.

CMT: Der goldene Rollstuhl 2020

Seit über 20 Jahren ist das Zentrum selbstbestimmt Leben mit einem eigenen Messestand auf der größten Publikumsmesse für Caravan, Motor und Touristik (CMT) in Deutschland vertreten. Als einziger Standbetreiber haben wir uns ausschließlich auf barrierefreie Reiseangebote spezialisiert und sind somit für viele MessebesucherInnen der erste Ansprechpartner, wenn es um behindertengerechtes Reisen geht.

Über die gesamte Messedauer haben wir an unserem Messestand in der Alfred Kärcher Halle 8 Prospekt- und Informationsmaterial von bis zu 50 Reiseanbietern ausliegen und können die Besucher auf dieser Grundlage umfassend über aktuelle Angebote informieren. Außerdem sind an verschiedenen Messetagen auch VertreterInnen der Reiseanbieter direkt an unserem Stand zu Besuch, um die Interessenten direkt zu informieren.

Verleihung des goldenen Rollstuhls am 16. Januar 2020

Highlight eines jeden Messejahres ist die Verleihung des „Goldenen Rollstuhls“. Dieses Jahr am 16. Januar 2020, ab 14.30 Uhr. Mit dieser Auszeichnung ehren wir besonders herausragende barrierefreie Reisanbieter und deren Angebote. Seit 2010 findet die Verleihung publikumswirksam auf der Show-Bühne des Südwestrundfunks statt. Jedes Jahr bewerben sich Reiseanbieter und -veranstalter aus dem In- und Ausland um einen der begehrten Rollstühle zu erhalten. Der Preis wird in vier verschiedenen Kategorien verliehen. Über die Gewinner*innen der letzten Jahre informieren wir in unserem Archiv.

Hinweis für Reiseanbieter

Sie haben ein barrierefreies Reiseangebot und möchten auf unserem Messestand Ihr Prospektmaterial auslegen lassen? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf und wir erstellen für Sie ein entsprechendes Angebot. Ihre Ansprechpartner sind:

Peter Epp

Tel.: 0711 / 780 18 58

Fax: 0711 / 220 41 33

epp@zsl-stuttgart.de

vorweihnachtliche Sessellesung mit Simone Fischer am 28. November 2019

Liebe Bewohnerinnen von Stuttgart West, Liebe Kulturfreundinnen,

Ein spät-herbstlicher, vor-adventlicher, vorweihnachtsstressfreier Abend mit Tee, Glühwein, Weihnachtsgebäck, Kerzen, einem guten Buch….

Oder besser: mehreren Lieblings-Weihnachtsgeschichten! Diese können
besinnlich, religiös, demütig, aber auch lustig, aberwitzig, absurd oder
völlig anti sein. Der Vielseitigkeit setzen wir keine Grenzen. Es geht
einfach nur um ein gemütliches Beisammensein bevor der
Vorweihnachtsstress losgeht. Um das Ganze unterhaltsam zu gestalten,
setzt sich jeder Mensch, der möchte auf unseren Sessel und liest die
Lieblings-Weihnachtsgeschichte vor.

Am 28.11.2019 treffen wir uns ab 17.30 Uhr im Zentrum selbstbestimmt Leben in Stuttgart-West.

Wir freuen uns, dass die Beauftragte für die
Belange von Menschen mit Behinderung der Stadt Stuttgart, Simone
Fischer, als Gast auf unserem Sessel Platz nimmt und aus Heinrich Bölls: „Nicht nur zur Weihnachtszeit“ liest.

Wir sind offen für Austausch und das gemeinsame Genießen von Kultur. Jeder Mensch darf auf unserem
Sessel Platz nehmen und eine Weihnachtsgeschichte lesen – oder zuhören und entspannen.

Nähere Infos zur Veranstaltung finden Sie unten in der PDF, die Sie herunterladen können.

Auf einen entspannten vorweihnachtlichen Abend mit Ihnen freut sich, das ZsL-Team

Fachtag zur Bedarfsermittlung bei Menschen ohne oder mit ungenügender Lautsprache mit Hilfe von Talking Mats

Am 24.10.2019 von 9-12 Uhr und von 13-16 Uhr im ZsL

Anmeldung bis 16.10.2019 an: schade@zsl-stuttgart.de

Ulrike Meier ist Mutter von inzwischen 30-Jährigen Drillingen. Alle drei haben im Alter von drei Jahren die Diagnose frühkindlicher Autismus erhalten. Als examinierte Krankenschwester hatte sie eine ungefähre Vorstellung zum Behinderungsbild und möglichen Zukunftsszenarien. Deshalb hat sie sich auf den Weg gemacht und dafür eingesetzt, dass trotz der vorurteilsbehafteten Diagnose ihren Kindern ein gutes Leben ermöglicht wird.

Im Rahmen ihrer Weiterbildung an der Uni Bielefeld zur Gesundheitsberaterin hat sie 2012 eine Abschlussarbeit in der Fakultät Angewandte Gesundheitswissenschaft vorgelegt. Thema der Arbeit: Weiterbildungsmaßnahme für Mitarbeiter sozialer Berufe, die mit Jugendlichen und Erwachsenen mit frühkindlichem Autismus arbeiten. 2017 hat sie die Weiterbildung an der Uni Köln, Fakultät Humanwissenschaften, zur Kommunikationspädagogin abgeschlossen.

2018 hat sie mit Hilfe von erworbenem Wissen, durch eine Weiterbildung zum Bundesteilhabegesetzes (BTHG), ein Konzept für besondere Wohnformen mit Einzelfallhilfe für Menschen aus dem Autismus Spektrum und erhöhtem Förderbedarf erarbeitet.  2019 hat sie insgesamt drei Fortbildungen zum ICF besucht. Aktuell beschäftigt sie sich mit der Ausgestaltung von symbolbasiertem Material, mit dessen Hilfe eine ICF orientierte Bedarfsermittlung, im Rahmen des BTHG, für Menschen mit ungenügender oder ohne Laut- und Schriftsprache und kognitiven Beeinträchtigungen möglich sein kann.

Inhalte der Fortbildung

Teil 1: Bedeutung der personenzentrierten Bedarfsermittlung mit dem ICF von Menschen mit Behinderungen, unabhängig von der Diagnose und mögliche Auswirkungen auf den Alltag in der Behindertenhilfe. Übung mit praktischen Instrumenten zur Identifizierung von Gesundheits- und Teilhabeproblemen. 

Teil 2: Dialoge führen im Bereich der Gesundheitspflege, in Wohnheimen, Werk- und Förderstätten mit Hilfe visualisierter Sprache, mit Menschen die keine Lautsprache erworben haben oder diese vorübergehend oder dauerhaft durch Krankheit oder einen Unfall verloren haben. Überblick über standardisierte Symbolsammlungen im deutschsprachigen Raum. Einführung in die Bedarfsermittlung mit der Methode Talking Mats, in den 9 von der WHO empfohlenen Aktivitäten des täglichen Lebens und praktische Übung.

Kosten: pro Modul je 20 Euro  (nach Absprache kann der Preis erlassen werden)

Kosten für Assistenz oder Dolmetscher*innen können wir leider nicht übernehmen, suchen aber gerne gemeinsam nach Lösungen

Anmeldungen an: schade@zsl-stuttgart.de

Anmeldeschluss: 16. Oktober 2019

Hintergrund: Die Bundesrepublik Deutschland hat sich durch die Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention 2009 dazu verpflichtet alles notwendige zu tun, damit auch Menschen mit Behinderung in unserem Land ein weitgehend normales Leben führen können. Die daraus resultierenden aktuellen Neuerungen in der nationalen Gesetzgebung (BTHG) beabsichtigen die Stärkung von Menschen mit Behinderungen, damit ihnen mehr Selbstbestimmung und mehr Teilhabe in der Gesellschaft gelingt. Das Gefühl dazu zugehören ist ein Grundbedürfnis eines jeden Menschen und notwendig, um sich gesund und vital zu fühlen. Dies ist bei allen Menschen so, egal ob sie gesund, krank oder behindert sind und wo sie leben. Der Hintergrund dieses Verständnisses ist die Definition von Gesundheit der WHO (World Health Organisation) die besagt, dass jeder Mensch sich gesund fühlen kann, wenn sein körperliches und seelisches Gleichgewicht sichergestellt ist.  Damit dies Menschen mit Behinderungen in ihrem Lebensumfeld gelingt, muss herausgefunden werden, was sie sich wünschen und brauchen, damit auch sie sich als einen wertgeschätzten und selbstständigen Teil der Gesellschaft fühlen, in der sie leben.  Diesen Entwicklungen in der deutschen Behindertenhilfe widmet sich die Weiterbildung in zwei Teilen.

Die PDF-Datei mit allen Informationen können Sie hier herunterladen.