Rolle rückwärts bei schulischer Inklusion

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Pressemitteilung vom 21.10.2016

Rolle rückwärts bei schulischer Inklusion in Baden-Württemberg

Stuttgart

"Und es geht wieder rückwärts in Baden-Württemberg", so kommentierte Britta Schade vom Zentrum Selbstbestimmt Leben Stuttgart (ZsL) die aktuelle Rückwärtsbewegung in Sachen schulische Inklusion in Baden-Württemberg. Die baden-württembergische Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann (CDU) hatte Anfang der Woche angekündigt, dass die Inklusion an Schulen aufgrund der Streichung von Lehrerstellen so nicht mehr fortgesetzt werden könne.

"Und wieder werden Menschenrechte mit Geld gewogen. Mich hat es zutiefst erschüttert, als ich hörte und las, dass die Inklusion in den Schulen nicht weiter sondern zurück gedreht werden soll und eigentlich macht es mich sprachlos. Denn ich möchte, dass meine Enkelkinder in Schulen der Vielfalt gehen können, in eine Schule in der alle Kinder gemeinsam unterrichtet werden und gemeinsam heranwachsen. Nur so werden wir irgendwann nicht mehr über Inklusion reden und für Inklusion kämpfen müssen, sondern sie wird gelebt werden. Ich glaube erst wenn alle Menschen von Beginn des Lebens miteinander aufwachsen, wird es keine Frage mehr sein, wie das geht. Es werden Menschen heranwachsen die die gelebte Vielfalt ermöglichen.", erklärte Britta Schade und schloss sich der scharfen Kritik von Gemeinsam Leben - Gemeinsam Lernen Baden-Württemberg an.

"Mich macht es ratlos, wenn ich lese, wie es immer wieder eine Frage des Geldes sein soll, ob Menschenrechte eingehalten werden. Ratlos weil ich mich frage, wie ich mit meiner Kraft und meinen Worten überhaupt noch etwas bewegen kann bei diesem Kampf gegen die Windmühlen. Wie kann ich hier im ZsL Eltern und Jugendliche begleiten, wie kann ich sie unterstützen, wenn immer und immer wieder Menschenrechte mit Geld gewogen werden?" Dies fragt sich Britta Schade und mit ihr sicherlich viele andere auch.

Das ZsL Stuttgart ist eine unabhängige Beratungsstelle von Menschen mit Behinderung für Menschen mit Behinderung und deren Angehörige.

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